inicio Abonnieren

Ein tolles Segelerlebnis

2.11.09 Arguineguin, das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen –ein Ortsname wie eine exotische Frucht mit Erdbeer-vanille - Geschmack und weichem Fruchtfleisch ,so etwa einer reifen Mango ähnlich…. Da kamen wir dann ewas geschafft abens um 8:oo uhr an.

Skipp MAT und seinen Katamaran - ein Super Charter Katamaran mit vier Duschen und Toiletten - habe ich vormittags bei der Markthalle in Las Palmas kennengelernt: Holla guapa, como estas,estas sola? Lustige Ansprache und ich habe doch mal vor Jahren Germanistik studiert. Vielleicht ne Gelegenheit mein Alleman etwas aufzupolieren…Mat erzählte sogleich von der bevorstehenden Transatlantik - Überquerung in die Karibik und es packte mich sofort. Aber bleiben wir mal realistisch: ich habe hier einen Job uns kann so schnell nicht fort, doch für einen Tagesausflug in den Süden von Gran Canaria hätte ich schon Zeit.

Eine Stunde später waren wir auch schon an bord dieses wirklich beeindruckenden Raumwunders an Schiff : mehr Platz , wie in meinem kleinen Appartment.

Normalerweise segel ich Tornado hier im Club aber das ist schon etwas anderes. Nach einem Willkommenssekt motorten wir erst einmal aus der Abdeckung des Hafens, um vernünftigen Wind einfangen zu können - das wir uns später mehr als genug Wind einfangen würden, davon war hier draußen noch nichts zu spühren.

Ein mäßiger N-Wind mit langer Dühnung trieb uns gemächlich südöstlich möglichst weit raus, um die auf den Canaries so berüchtigten Nachmittags-düseneffekte zu meiden .

Gegen 16:30 uhr frischte der wind dann plötzlich auf und kam aus NE ewas ungewöhnlich, da wir schon über 20 min ausserhalb waren.

Wir halsen und fahren nun mit 10kn und frischem Wind Richtung Las Palomas. Herrliches Segeln, der Katamaran reagiert sehr direkt auf das Ruder - für mich eine ungewöhnliche Art des Segelns - ein angenehmes Gefühl von Schnelligkeit . Mat machte uns gerade im Salon etwas Salat zurecht , er kann übrigens sehr

phantasievoll kochen , was an Bord eher normal zu sein scheint, da nicht alles immer verfügbar ist. Dann mußte ich Mat rufen, da der Katamaran immer schneller wurde und der Ruderdruck doch so langsam meine Kräfte überstieg. Wir segelten schon mit 12Kn , Wind und Welle nahmen aber noch zu. Schnell die Fock weg , damit das Groß gerefft werden kann … ein kurzer Blick auf den Windmesser : wir sind schon bei 3o Kn! Trotzdem versuchen wir mit Motor in die Welle zu kommen und das vollgefierte Groß schnellstens seitlich im Wind zu reffen, doch das war vergebens und wurde sofort mit zwei großen Einsteigerwellen von der See abgestraft. Wir waren beide triefend naß. Es war also schon zu spät zum Reffen : der klassische Fall ist also eingetreten, obwohl wir alle erdenklichen Vorkehrungen getroffen hatten 1. Wetterinfo 2. großer Bogen um die Insel 3. bei Tageslicht, um bei abnehmenden Winden in die Düse einzufahren.

Es half alles nichts die entscheidenden 1o min waren zulange . Also surften wir mit 15 Kn die Wellen hinunter und Atlantikwellen sind 200-300m lang.

Anfangs etwas beängstigend, doch zunehmend brachte das ganze Riesenspaß, wenn man erst einmal das Gefühl für den Charter Katamaran hat, den Winddruck und die aufkommenden Böen in Einklangzu bringen wusste. Der Wind kam nun in Böen bis zu 40 Kn. Trotzdem ließ mich Mat das Ruder nach einer Einweisung übernehmen und ich sage euch: überwältigend - es gibt eine Phase beim Wellen - surfen, wenn der Wind schön achterlich und die Welle schön lang ist, so ab 13Kn Fahrt, dann hast du das Ruder mittschiffs, völlig ohne Druck und spürrst, wie das Boot selbst Spaß am surfen hat, wenn alles im Gleichgewicht ist.

Plötzlich ein schriller Pfiff und lautes Gebrüll von Mat: Eine Schule Delfine bestimmt 40 oder mehr sprangen seitlich am Schiff mit Schwung aus den hohen Wellen heraus, um möglichst lange durch die Luft zu schweben, so hatte man den Eindruck! Und vor dem Bug aus dem Wasser springen ist dann der nächste Schritt — immer seitlich anpirschen, um dann schneller als das Schiff aus dem Wasser zu hüpfen, zum Hohn des Skipers so scheint es. Das Wasser schäumte vor dem Bug von springenden Delfinen. Ich habe den Eindruck, die versammeln sich hier bei besonders staken Winden und lauern den Booten auf,

die schnell segeln, um es denen mal so richtig zu zeigen - ich meinte sie sogar lachen zu hören , oder war das nur das Heulen des Windes?

Grandios, dies geballte Kraft, und der Spaß dabei! Ein Delfin wollte höher hinaus als der andere! Wenn das kein tolles Omen ist!? Schade, dass wir uns noch nicht so richtig mit ihnen unterhalten können…

Nach 10min war alles vorbei - wie es schien, flaute der Wind auch etwas - Las Palomas querab - Pünktlich um 19:oo Uhr versank die Sonne im Meer vor uns.

Natürlich hatte Mat schon den Sundowner auf dem Silbertablett - salute Chica - salute Chico– chin chin. Etwas später motorten wir - kein Wind - endlich das Groß reinhohlen, kein Bruch .

In der Bucht von Arguineguin fiel der Anker und alle Anspannung mit uns ins Wasser, baden, albern und Essen gehen..

So jetzt seid ihr drann war das eine Entscheidung mitzusegeln? Ich werde wohl erst in der Karibik wieder dabeisein. Eure Alicia aus Alicante

ein Schluck heisses Wasser

Ein Schluck heißes Wasser

Die Vorbereitungen für die Half arounf the World Tour mit meinem Charter Katamaran kamen in die letzt heisse Phase.
Für de genauen Fahrplan schauen Sie bitte auf Matsail nach. Alles lief wie am Schnürchen: Mike `The Motorman“ zeigte mir verborgene Schätze meines Yannmar , und wechselte Filter aus, die in der Wartungsbeschreibung aus dem fernen Japan gar nicht erwähnt wurden.
Norbert - Mister 1000 Volt - verlegte noch die letzten Kabel des neuen SUPER WIND Generators . Und alle zusammen hielten wir trotz Starkwind den neu angefertigten Trägermast in die Senkrechte oder was wir dafür hielten, um für Eisen-Maxe von der alteingesessenen Doose-Firma die richtigen Abmessungen zu nehmen. Hier sollte nun alles zusammengeschweißt werden um auch Stürmen auf hoher See zu trotzen.


Mittendrin und immer tatendurstig - oder sollte ich sagen rastlos - war Mike Bannon aus London , mit seinen Profisegler Outfit und auf seinem Rücken 20cm hoch als CREW gekennzeichnet.“Hot water - Mike“ kam einen Tag vorher mit dem Flieger und weiter mit Bus nach Kiel, um auf dem besten und komfortabelsten Hochsee-Katamaran aller Zeiten -einer Leopard 45 - der berühmten ” SATURN “- mit mir Skipper MAT den halben Erdball zu ersegeln.

Charter Katamaran segelt um die halbe Welt

Charter Katamaran segelt um die halbe Welt

Nach 3 Telefonaten - gefühlte 4min Gesprächsdauer insgesamt- war mir klar: Mike aus London ist mein Mann als longtime Crew-mate.
Gerade heraus , klare Aussprache, feste Stimme ,6foot3, wie er mehrfach erwähnte -und frischgeadelter Jachtmaster. Was will ein Skipper mehr? Das ist ein Lottogewinn! Er kann auch in Epoxy und ist Elektronioker. Und tatsächlich - alles gemeinsam geschraubte, gesägte, verleimte und geklebte ging von der Hand - und nicht nur mit mir , sondern auch mit meinen Fachleuten - als wenn wir schon seit 10Jahren “The hot water`s all skills shipps-service“ betrieben hätten.
Leute ich sage euch: toll .
Der letzte Einkauf vor der Abreise - das Letzte in Frische - war meine organisatorische Glanzleistung , weil Mike wichtige Anrufe zu erledigen hatte. Gut , ich bin Kummer gewohnt . Zum Bezahlen mußte ich ihn nicht ausrufen lassen, sondern er kam freiwillig und zahlte mit einer gültigen Kreditkarte! Es gibt noch Wunder in der christlichen Seefahrt. HGK-Leute (Hand gegen Koje) haben eine seltsame motorische Auffälligkeit, wenn es gilt, bei Hafenmeistern oder an Tankstellen sowie in Supermärkten zu bezahlen. Sie finden einfach nicht schnell genug ihre Geldbörsen , ihre Hände verirren sich in den Taschen ihrer eigenen Joppe ,oder sie vergaßen die Plastikkarten. Und HGK - Leute fahren ohnehin schon kostenlos auf meinem Charter Katamaran mit .
werbefoto2_300x4001
Das alles ist nicht mein `Hot water-Mike `aus Camebridge.

Es kam die Nacht der Nächte - am letzten Abend vor dem Törn natürlich noch offizielle Termine - der schon stürmische Wind wurde zum ausgewachsenen Sturm.
Galewarning 8-9 in Böen 11Bft. Morgens mußte ich noch Papiere verschicken und fotokopieren ect. alles gaaanz schnell. Rufe Mike auf dem Boot an, daß ich so gegen 11:00 Uhr kommen werde. Er:“ geht klar. ich gehe nur mal in die Stadt.“ Wenig später war ich auch am Boot. Meine SATURN schwamm zum Glück noch– aber 2m tiefer als gewöhnlich, die Gangway hing an einem Bindfaden am Steg und zeigte senkrecht nach unten! Wie aufs Boot gelangen? Der wind pfiff ordentlich und starker Schwell ließ den besten aller Katamarane tanzen.
Da läutet das Handy mit einer SMS: Schlüssel im Bimminy fahre nicht mit ,Mike!
Schnell stolper ich über mein wild schwankendes Beiboot auf die SATURN, finde auch den Schlüssel und suche nach Indizien: für geklaute Gegenstände, für Vandalismus, für panischen Aufbruch, für einen Abschiedsbrief, für ein deponiertes Herion- oder Kokain-Paket - das dann ein Kumpel von ihm (getarnt als toller Seeman wie er) unter dem Vorwand mitsegeln zu wollen an die “Hot water connection “ liefert. Auch schoß mir sogleich durch den Kopf, daß die ganze Aktion nur die Vorbereitung zum gut geplanten Klau meines allerbesten Hochsee-kats war und jetzt das dicke Ende naht… Vielleicht war “Hot water Mike “ desswegen so rastlos und wollte ständig helfen….? Mußte er einen festen Liefertermin für mein Boot einhalten und war desshalb in Eile?
Mein Gehirn arbeitete fieberhaft in allen Sektionen gleichzeitig und produzierte Paranoia in alle Richtungen. Ich versuchte ihn anzurufen aber nichts! war ja klar.
Wollt ihr wirklich wissen, warum ich immer so auf diesem “heissen Wasser“ herumreite? Es hätte mich schon von anfang an stutzig machen sollen. Ich hätte nicht nur blöde Witzt machen sollen wie :“bei Asterix haben die Engländer wenigstens einen Trofen Milch ins heisse Wasser getan.“
Denn , liebe Freunde : dieser gestandene Kerl von einem Seemann aus Camebridge, verweigerte alle herrlichen Getränke, die sonst einen Seefahrer weltweit beglückt hätten — MIKE braute sich stattdessen einen Kessel mit ordinärem HEISSEN TRINKWASSER und trank dann das Zeug genußvoll!!!—
Warum habe ich nicht darauf bestanden, dieses Mysterium aufzukären - vielleicht die Tür zur “heissenWasser Erleuchtung “ aufzustoßen?, das Geheimnis lebensverlängernder Maßnahmen zu erfahren - Das dunkle Geheimnis der Bewohner Britanniens endlich zu lüften und sie vollens in die menschliche Gemeinschaft des global village zurrückzuhohlen?

Oder kann es sein, das er Angst bekommen hat so alleine auf dem wilden Boot im Sturm und dem kalten Kieler Hafen, als es immer tiefer schwamm und sich das Wasser zurrückzog , die Festmacher zu zerreißen drohten? Diese Geheimnis um heisses Wasser auf den Inseln werden wohl andere für die Menschheit erforschen müssen - ich suche derweil wieder fieberhaft nach kompetenten und humorvollen Mitseglern in dem WORLD WIDE NET…

Euer treusorgender MAT

Am 08. September war es dann endlich soweit, wir haben unseren Trip von Kiel in die Karaibik begonnen. Wenn auch Sie Interesse haben, auf einem der schönsten Charter Katamarane mitzusegeln, auf matsail finden Sie alle Infos, Fahrpläne, Stationen und mehr

Perfektes Ostersegeln mit Charter Katamaran

Wer hätte es denn auch anders erwartet? Beim ersten größeren Ansegeln im Jahr?
Das Chaos war unübersehbar und überall , es breitete sich sogar noch auf Steg und Kabinen aus. Bergsteigerqualitäten waren beim Besteigen des Charter Katamarans gefragt…

Ostertour mit dem Charter Katamaran Saturn

Franz und Nick hatten sich schon mal in ihren Kabinen niedergelassen, der Proviant wartete noch auf  Unterbringung . Das Wetter ließ sich zu milden Sonnenexzessen hinreißen, so dass sich bei allen eine eher südländische Laissez -fair – Haltung einstellte : erst mal ein, zwei Bierchen zum Nachdenken und Koordinieren.

Der Skipper des Charter Katamarans, MAT,  legte erst mal ab, beim Segeln kommen immer die besten Ideen; der Stauplan ist schließlich schon im Kopf  und bedarf nur noch eines Realitätsupdates

In Laboe gabs keinen Sprit, in Strande auch nicht . Die Tanke war noch sauber in Plastik verpackt (Wieviel hat Christo wohl dafür kassiert? ) Dafür hatte Heinz in Damp einen funktionierenden  Tankstutzen parat und es konnte endlich Richtung  Dänemark losgehen.

Spodsbjerg war nicht das Traumziel , eher entvölkert. Nur von angelwütigen Deutschen in Mietmotorbooten wurden wir nachts um 06:30 aus dem verdienten Urlaubsschlummer  gerissen. Wie auf  Kommando starteten alle 30 Kajütbötchen  ihre Motoren, laute Ableger-Befehle , Musik.

Gemäß der Tradition auf dem Charter Katamaran SATURN : „das Frühstück schmeckt am besten mit geheißten Segeln“ ging es mit den ersten Sonnenstrahlen und 3er Nordwind – gibt es so etwas schönens wirklich für uns ?- Halbwindkurs richtung  Brücke gr. Belt.

Auf dem großen Belt

Der Wind schlief dann doch etwas ein . so daß wir 2x 6oPS  in Wallung bringen mussten.

Rund Nord-Sjaelland in 30Stunden größtenteils unter Segel :morgens um 11:30 dann in Kopenhagen fest. Am Lieblings-Liegeplatz vor dem exquisiten Restaurant: Custom-House.

Sofort das Dinghy abschlagen und auf zur Städtetour .

kleine Meerjungfrau Kopenhagen

Kopenhagen mit dem Dinghi zu erforschen ist schon eine Besonderheit und kann nur noch von Amsterdamm getoppt werden. Überall gibt es Anleger in den Seitenarmen  der Hauptkanäle, an denen problemlos festgemacht werden kann  und meistens findet sich auch noch ein Biergarten oder Restaurant in der Nähe. Dort sind die Treffpunkte der Einheimischen aus dem Viertel oder dem Kietz – es lohnt sich öfter einmal anzuhalten und den  Kopenhagenern beim abendlichen Klönschnack zuzuhören und –zusehen.

Rathaus kopenhagen

Was mir immer
wieder auffällt ist die furchtlose und ruhige Art der Kinder , die selbstverständlich auch etwas später noch in Kneipen und Gärten anzutreffen sind und sich mit Altersgenossen tummeln oder auch bei den Erwachsenen mit am Tisch sitzen. Kein Geschrei und Gezeter wie oftmals in deutschen Treffs ähnlicher Art. Auffällig ist auch die unterschwellige Wachsamkeit der Erwachsenen gegenüber der gesamten Kinderschar – nicht nur der eigenen. Es ist wirklich eine allgemeine manifestierte Kinderfreundlichkeit zu spüren. Das fehlt mir sehr oft im  heimatlichen Teutonenland.

Ystad , der Killernebel aus unruhigen Geistern

Nicht umsonst werden in YSTAD die Wallander-Krimis gedreht – es muß etws Unheimliches in der Gegend sein… Anscheinend kann dort Nebel in miutenschnelle derart dicht werden, das sämtliche Verbrechen im Unsichbaren stattfinden könnten. Genauso schnell kann er sich aber auch wieder verziehen, so dass die kleine romantische Stadt ihr völlig unschuldiges Antlitz dem ahnungslosen Besucher präsentieren kann. Wir schippern fiedlich im Sonnenschein und etwas Hochnebel mit atemraubenden 5kn unter unserem Parasailor auf Ystad zu – alle liegen vorne im Netz und dösen vor sich hin oder lesen – oder tun so, als wenn sie dösen , schlafen aber fest und gehen Traumwache. So ca 10nm vor der Hafen- einfahrt zieht sich die Sonne etwas zurrück und es wird merklich kühler. Wir rappeln uns auf und bergen den Parasailor zumal der Wind noch mehr einschläft- Sicht immer noch ca 2nm.

Doch laut Karte 2nm vor der Hafeneinfahrt schlägt das Phänomen zu : da ist er der Killernebel von Ysdtad : keine 20m Sicht mehr.

Ystad nit dem Charter Katamaran ersegelt

Wie ein Gazevorhang verdeckt er alles , natürlich auch die Ansteuerungs –Tonnen. An die tasten wir uns in Schleichfahrt herran mit

2 Mann Ausguck vorne im Bugkorb. Immerhin sind die vorne 12m weiter an unseren Fahrwassertonnen als der Steuermann, man kann sie von achtern nur schemenhaft erkennen.

Alles geschieht auf Zuruf . Jetzt kommen auch noch sehr tiefe Typhon – Warnsignale von dirket vorraus und es antwortet ein anderes großes Ungeheuer von achtern sehr eindringlich und schnell – und nicht nur von achtern , auch von Backbord 10:00 antwortet es sehr tief und eindringlich. Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu : wir sind von riesigen Monsterschiffen unmgeben, die stetig weiter auf uns zukommen. Ich greife zur Funke und rufe Ystad-Radio um  Unterstützung zu erbeten und drohe gleichzeitig an, dass ich jetzt in den Fährhafen einlaufen werde, da die Einfahrt zum Sporthafen sehr eng und zudem sehr flach erscheint.

Sichtweite vielleicht noch 10m! Nach endlosen gefühlten 30min – es waren vielleicht nur 3min- und mehrmaligem Wiederholen meiner Ansagen kam endlich die ersehnte Antwort von Ystad-Radio: Don`t enter the Ferry-Port . The Ferry is right now leaving the harbour in front of you. Turn to the left into the Marina. !!! Noch wärend der Hafenmeister spricht, taucht direkt vor uns die Kaymauer auf – volle Kraft zurrück! Puh! Gerade noch mal gutgegangen so um 50cm dem Ramming entflohen! Doch die gute Nachricht: wir haben endlich eine handfeste Mauer als Orientierung und gleich der Blick in die Karte : die schlechte Nachricht- an der Mauer und später der Buhne aus Felsbrocken  ist nur eine Tiefe von 1.10m – 1.30m .

Nicht Zaudern sondern Schleichfahrt im Zentimeterbereich.

Wenn wir aufsetzten sollten , wären wir zumindest aus dem Fahrwasser – obwohl backbord von uns immer wieder ein offensichtlich gereiztes Ungeheuer mit seinem Typhon auf uns arme Verirrte eintrötet, Das macht die Sache nicht leichter. Plötzlich taucht aus dem Nichts ein Alludinghi auf  mit wild gestikulierenden einheimischen Trollen an Bord auf - zum glück kommen die nicht näher, sonst hätte ich Überfall-Allarm geben müssen.

Ystad in Schweden

In meiner konzentrierten Panik ignoriere ich die Trolle , die sich auch bald wieder in die Geisternebelwand zurrückziehen nur damit das Troll-Mutterschiff noch lauter und wütender auf uns eintröten kann. Trotz kleiner Aufsetzer ziehen wir  unbeirrt weiter unsere Bahn mit 4-5m pro Minute immer an der Mauer entlang richtung Marina.

Schließlich das Unfassbare : die Einfahrt ist erreicht und wir sichten sogar einen langen verlassenen Steg ideal um längseits festzumachen.

Dann aber – wir haben uns schon alle etwas entspannt -  wird das alles nocheinmal von der fürchterlichsten Überraschung durchzuckt, die je ein Seemann zu überleben im stande war.

!!! Die Nebelgeister entfleuchten schlagartig , eine Hafenidylle wird sichtbar, die ihresgleichen sucht!!! Der Vorhafen zur Marina wird gerade ausgebaggert und 200m weiter die schöne Einfahrt zum Fährhafen alles in greifbarer Nähe, wobei wir doch gerade noch  gefühlt die Packeisgrenze zwischen Spitzbergen und Grönland passiert haben….

Was für ein Alptraum und wir herrlich die 3-5 Bierchen hinterher!

Im schönsten Sonnenschein tröteln wir noch etwas benommen durchs wirklich schuckelige Ystad und stoßen auch promt am Haupthafen auf das Wallander-Film-Team  mit dem neuen Wallander-Darsteller ,  nettes Team, nicht eingebildet und mitteilsam was die Story angeht.

Doch ich bleibe misstrauisch ; ob die nicht doch am ende für diese fürchterliche Killernebelattacke zuständig waren?

Perfektes Ostersegeln auf dem Charter-Katamaran Saturn

Wer hätte es denn auch anders erwartet? Beim ersten größeren Ansegeln im Jahr? Das Chaos war unübersehbar und überall , es breitete sich sogar noch auf Steg und Kabinen aus. Bergsteigerqualitäten waren beim Besteigen des Charter Katamarans gefragt…
Franz und Nick hatten sich schon mal in ihren Kabinen niedergelassen, der Proviant wartete noch auf Unterbringung . Das Wetter ließ sich zu milden Sonnenexzessen hinreißen, so dass sich bei allen eine eher südländische Laissez -fair – Haltung einstellte : erst mal ein, zwei Bierchen zum Nachdenken und Koordinieren.

Erst einmal ein Bierchen auf dem Charter Katamaran Saturn

Erst einmal ein Bierchen auf dem Charter Katamaran Saturn

Der Skipper des Charter Katamarans, MAT, legte erst mal ab :
beim Segeln kommen immer die besten Ideen; der Stauplan
ist schließlich schon im Kopf und es bedarf nur noch eines Realitätsupdates…
In Laboe gabs keinen Sprit, in Strande auch nicht . Die Tanke war noch sauber in Plastik verpackt (Wieviel hat Christo wohl dafür kassiert? ) Dafür hatte Heinz in Damp einen funktionierenden Tankstutzen parat und es konnte endlich Richtung Dänemark losgehen.

Highlight Sommertörn Eckernförde – LaCoruna

Highlight Sommertörn : Eckernförde – La Coruna /Spanien Juni 2007

Sommertörn

Sommertörn

Das Ritual glich dem aus der Karibik: fünf abenteuerlustige Erwachsene , festverankert in Beruf und Familie, nehmen sich eine Auszeit für die langersehnte Umrundung Europas auf einem schnellen Hochsee-Katamaran Vom 5. bis 22.Juni soll die Strecke von rund 1350nm in 3-4 Etappen ersegelt werden. Montag, der 4.6. – noon – alle Seesäcke liegen auf der Pier im Stadthafen Eckernförde; natürlich fehlen noch die beiden Münchener ( haben es auch am weitesten ).Nach überdrehter Begrüßung stürmen wir Aldi ,Lidl und Sky sogar mit Liste! Vier Einkaufswagen voller Seglerdelikatessen! Was doch assimilierte Mitteleuropäer für heimliche Gelüste in sich vergraben und im Angesicht der „entbehrungsreichen Seefahrt“ mit Eifer an die Kasse tragen! Tonnenweise Katjes und Süßigkeiten in allen Variationen! Hamstertriebe.-Das Einkaufen für Törns ist immer ein Erlebnis. Diesmal, für 5 Personen und 3 Wochen: 4 Einkaufswagen voll, unter anderem: 6 Paletten Cola, 2 Paletten Dosenbier. Und viel Frisches! Bei unserer großen Kühltruhe kein Problem. Insgesamt 500 Euro bezahlt. Eigentlich hätte man doch wenigstens ein paar persönliche Dankesworte vom Filialleiter erwarten dürfen, oder? Zumindest wurde eigens für uns eine eigene Kasse aufgemacht…

Plan für die nächsten Tage: Dienstag durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Brunsbüttel, Mittwoch weiter nach Cuxhaven. Abends erfahren wir: SW-W 7 in Elbmündung , keine Chance, dort raus zukommen. Eine andere Yacht hat es schon versucht – nach Stunden Kampf haben sie es offenbar aufgegeben. Frühestens Mittwoch Abend ist Besserung in Sicht.

Abendessen: zur Einstimmung und Niveau-Grenze von unserem Skip MAT ( der 20 Jahre in Frankreich gelebt hatte) gab es“ Coque au vin provencale „ mit Creps myrthes flambe. Das also sollte unseren Ehrgeiz in der Küche aufwiegeln! Gleich vorweg: es gelang ,wir speisten durchweg herrschaftlich international.

Schleuse Holtenau - Nord Ostsee Kanal

Schleuse Holtenau - Nord Ostsee Kanal

Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal. Anfangs Sonne! Frühstück an Deck mit Rührei, Speck etc. Irgendwie war uns das Wetter aber nicht wirklich wohlgesonnen: Während des Frühstücks fing es schon an, zuzuziehen, erste Tropfen fielen vom Himmel. Wolken, Sonne im Wechsel begleitete uns letztendlich durch den gesamten Kanal. Der Nord-Ostsee-Kanal ist wie ein ruhiger Fluß. Unter Motor fährt man dahin, die Uferböschung immer in greifbarer Nähe. So müssen sich Binnenschiffer fühlen: gemächlich dahintuckern an grünen Landschaften vorbei. Gelegentlich sieht man einen Angler, Fahrradfahrer oder Spaziergänger, ansonsten Stille. Gegen Abend, um ca. 21.00 machen wir in Brunsbüttel fest. Es ist eine witzige, kleine Marina direkt an der Schleuse zur Elbe. Ständig fahren dicke Schiffe in greifbarer Nähe vorbei. Imposant, wenn man unter Deck aus einer Luke nach oben schaut und die Aufbauten dieser Schiffe vorbeiziehen sieht.

Die Nordsee: Wind SW 6-7, abnehmend (Immer dieser SW! Immer gegenan!)

Trotz setzendem Hochwassers beschließen wir, loszusegeln. Die Ebbe würde erst gegen 1700 einsetzen, was uns zu spät wäre. Zunächst bis Helgoland

Helgoland

Helgoland

Wetteraussichten: zur Zeit noch gut, morgen umlaufende Winde, Tief über Irland.
Wir wollen in einem Stück nach Falmouth (an der Süd-West-Spitze von England), um schlechtes Wetter im Kanal zu vermeiden.
Schlag aus der Elbmündung funktioniert trotz 3 kn Gegenstrom machen wir 8 kn Fahrt. Sonne scheint, jetzt beginnt der Törn…. Helgoland gegen 17.00 erreicht und schnell noch shoppen: edles Hochprozentiges, alles andere ist recht teuer geworden. Was waren das für herrliche Zeiten mit den Butterfahrten…

06.00 Frühstück und gleich los mit einem netten Norder . Die Kälte hat mich aus meiner Koje getrieben. Im Salon sind es 14°C, im Vorschiff (wo meine Koje ist), ist es noch kühler. Sowohl die Füße, als auch die Nasenspitze sind eiskalt. Bin aber gerade rechtzeitig zum Frühstück da. Heizung an . Es gibt aufgebackenes Baquette. Schon erstaunlich, was man so alles mit einem kleinem Gas-Backofen zubereiten kann.

Freitag Morgen :zurückgelegte Entfernung bisher ca. 270 sm.

Position: Irgendwo zwischen Niederlande, Belgien und England. Kurs 220°. Wenn alles glatt läuft, sollten wir heute Abend bei Dover sein und segeln dann direkt weiter Richtung Plymouth. Bis Dover sind es noch ca. 50sm. Jetzt aber schnell den Parasailor raus. Und Strecke machen. Nachtwachen immer zwei und zwei umschichtig, damit sich alle kennenlernen können Der Kanal ist nachts sehr belebt, vor allem die Lichter der vielen Fischer sollen auseinandergehalten werden! Und dann die Gefahr eines Zusammenstoßes mit Treibgut. Immer schön Ausguck gehen, öfter auch mit Suchscheinwerfer.

Dover Kalkfelsen

Dover Kalkfelsen

Sammstag : scheint heute sogar die Sonne. Es tut gut, ihre wärmenden Strahlen auf den Handflächen zu spüren. Nachts waren die Hände bereits steif gefroren. Ich spüre, wie viel beweglicher die Finger werden, wenn sie von den Sonnenstrahlen berührt werden.
In den Stunden zuvor gab es Wolken und Regen. In der Koje habe ich mich bereits gewundert, warum es sich so kalt anfühlt, ich hatte sogar das Gefühl, meinen Atem zu sehen. Ein Blick auf die Innentemperatur erklärte es: 11°C.

Dover liegt schon weit achteraus. Wir segeln bei rauhen bis achterlichem Wind Falmouth entgegen. Eineinhalb Tage werden wir voraussichtlich brauchen. Der Sichtkontakt mit der Englischen Küste hat jedoch bereits eine leichte Sehnsucht nach Land geweckt: Dort gibt es Duschen und Pubs! Die Nähe zum Land brachte auch die Zivilisation in Form des Mobilfunknetzes: Schnell wurden Telefonate geführt und SMS abgeschickt.

Schlafenszeit (bis immerhin 2 Uhr Nachts) Gegen 22:00 einen wunderschönen Sonnenuntergang gehabt. Die Sonne tauchte den Himmel in orangefarbenes Licht, welches fantastische Kontraste zu dem flaschengrünem Wasser des Ärmelkanals brachte. Andächtiges Schweigen bei der gesamten Crew während dem Naturschauspiel.

Sonntag (6.Seetag): Die See ist sehr ruhig, nur eine sanfte Winddünung. Wir segeln mit halben Wind der Stärke 4, die Fahrt beträgt 10,5 Knoten. Gestern um 20.45 haben wir den Meridian(Greewich) überquert. Merkwürdig, dass die Längengerade ab jetzt westlich, also quasi rückwärts zählen

Flaschengrünes Wasser im englischem Kanal.- Extrem grün - Zur Zeit liegt Bornemouth querab, noch 86nm bis Falmouth.

In Sicht : Küste, das Licht von Pubs und Duschen zu sehen. MAT unser Skipper versichert uns aber, dass hier keine schönen Duschen sind, während in Falmouth die besten Duschen der Welt auf uns warten. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint bereits seit Mittag. Langsam wird es Zeit für einen Hafentag: wir sind auf dem letzen Trinkwassertank (von insgesamt 2mit 400Litern), auch die Vorräte an Cola und Süßigkeiten gehen zur Neige.

Wir sind mittlerweile 50 sm vor Falmouth.. Der Himmel ist grau/türkis, leichte Wolken verdecken die Sonne. Ist das der Nordsee - Sommer?

Ein Schluck Bier, paar Salzstangen und Erdnüsse; kurz vor Wachwechsel setzt nun ein leichter Norder ein. Unter Groß und Genua 9 kn! Zusätzlich kam jetzt die Sonne hervor. Inspiriert durch die Wache heute morgen gönne ich mir zum Wachwechsel auch eine Dose Bier, als Einstimmung auf England und aus Freude über das bessere Wetter.

Im ruhigem Wasser ist deutlich das grüne Glitzern des Planktons zu sehen. Was die Evolution wohl dazu veranlaßt hat, phosphoreszierendes Plankton entstehen zu lassen?

Falmouth ist noch 40 sm entfernt, Start Point liegt hinter uns, Plymouth querab. Am Vormittag dürfte es soweit sein. Also Montag um 11:00 am Visitors – Steg fest.

Seltsames Gefühl, plötzlich wieder am Steg zu liegen, aber schön. Von der Marina aus sieht man die Stadt, doch irgendwie ist es irritierend – alles wirkt ausgestorben, kaum Menschen, kaum Verkehr (Später erfahren wir, dass der heutige Tag in England ein Feiertag ist).

Das obligatorische Anlegerbier und guter Whisky aus Helgoland wird eingenommen, die Anspannung der letzten Tage löst sich. Die Kombination aus Schlafmangel, Alkohol und Mittagszeit tut ihre Wirkung. Rückblickend war es kalt & anstrengend gewesen, 715 sm liegen hinter uns (653 sm seit Brunsbüttel), eine gewisse Freude, endlich im Hafen zu sein läst sich nicht leugnen.

Falmouth

Falmouth

Anschließend geht’s unter die lang ersehnten Duschen. Welche Wohltat! Objektiv betrachtet waren die Duschen zwar nicht so toll, wie versprochen , aber subjektiv gesehen fantastisch und ohne Duschzeitbegrenzung.

Falmouth ist ein nettes kleines, typisch englisches Urlaubsstädchen mit vielen Pubs und Ramschläden. Es macht Spaß, durch den Ort zu ziehen und die Schaufenster voller Kitsch zu betrachten. Zum Mittag essen wir original englische Fish&Chips. Zu meinem Erstauen ist es gar nicht so eklig, wie ich es aus London in Erinnerung hatte – der Fisch ist richtig frisch, die Chips aus echten Kartoffeln und knackig.

Gegen abend ist die Erkundung der Pubs angesagt. Tapfer halten wir bis zur Last-Order durch, fallen aber anschließend ins Bett.Die Planung für die nächsten Tage: Dienstag Hafentag, Wäsche waschen, Einkaufen und relaxen. Auslaufen frühestens Mittwoch.

Die Crew verteilt sich. Jeder braucht ein bisschen Zeit für sich. Der kommende Schlag über die Biskaya wird voraussichtlich 5 Tage dauern, so dass etwas Alleinsein gut tut. Das erste Mal während des Urlaubs komme ich dazu, ein Buch zu lesen.

Gegen abend wird dann nochmal gemeinsam die Stadt erkundet. In einem Pub namens „Spanish Fly“ wird diniert : cornish shephards piey mit newcastle braune ale und versacken dort bei der Gelegenheit. Ein gemütlicher Laden, der im Kneipenbereich bequeme Couchen hat. Nach der Last-Order :Wetteraussichten: Für kommenden Sonntag ist am Kap Finisterre W6-7, Böen 8 vorhergesagt. Für morgen SW3-4 wechselnde Bewölkung. Nicht ideal- wir sollen schließlich Richtung SW. – Immer SW gegen an!—Aber etwas kneifen und mit rechtdrehenden Aussichten werden wir voraussichtlich Samstag dort sein .

Ablegen Richtung La Coruna um 8:00 - Frühstücken unter Segel - Das Wasser hat sich verändert, die flaschengrüne Farbe des Ärmelkanals ist einem Tiefblau gewichen. Man spürt den Atlantik: Eine sehr lange, flache Dünung kommt aus West. Sie wird von kürzeren Wellen aus Ost überlagert, ein angenehmes Schaukeln setzt ein.

Aus dem angesagten SW3-4 ist nun ein SW2 geworden. Nach einigen Stunden motoren wir. Gegen Abend wieder die Segel.. Die Zeit, rechtzeitig über die Biskaya zu kommen, ist wetterbedingt knapp. Notfalls müssen wir weiter unter Motor laufen. Die Wachen sind jetzt viel lockerer: jeweils nur 2 Leute werden auf Wache gehen, so dass 4 Stunden Wache von 6 Stunden Freiwache gefolgt werden.

Schönwettersegeln! Blauer Himmel, Sonne, schätzungsweise 25°C. Die kurzen Hosen wurden bereits ausgepackt. Ein guter W 3-4, Fahrt 11 Knoten. Bei allen ist sichtliche Freude über das Wetter zu erkennen. Wachegehen mit Jogginghose und einem Pullover – Traumhaft! Zur Krönung gibt es einen aufwändigen Couscous Royal mit Huhn und Kaninchen zum Essen. Mittlerweile liegt Falmouth 350 sm hinter uns.

Zwischendurch gab es noch einen leichten Adrenalin-Kick. „Wal voraus ! Wal voraus!!“ Bei genauem hinschauen kein Blas – keine Schwanzflosse – nur kleine weiße Schaumkämme der brechenden Welle – gekenntertes Boot? – Riesen Tonne – Toter Walbuckel? Wir waren schon auf eine Kabellänge heran . Skip: „Über Backbord ausweichen mit 50m Abstand!“ Es muß wohl doch ein riesen Fass gewesen sein, mindestens 1500Liter , Knapp über der Wasseroberfläche. Selbst mit Radar nicht zu orten… der blanke Horror auf so etwas aufzurauschen!!!!! War bestimmt getarntes Altöl von der Großschiffahrt. Die Wachen werden ab jetzt aufmerksamer sein.

Delphine

Kurz nach Mitternacht sieht man plötzlich drei Objekte im Wasser, die sich schnell in einem Bogen auf unser Schiff zu bewegen. Sie hinterlassen einen phosphoreszierenden Schweif. Nach dem seltsamen Treibgut am Tage schießen einem Fragen durch den Kopf . Plötzlich sieht man auf der anderen Seite des Schiffes etwas im Wasser, was einen phosphoreszierenden Schweif erzeugt. Es dämmert mir: Delfine! Fast 1.5 Stunden leisten sie uns Gesellschaft. 8 Tiere sind auszumachen, wie sie von der Seite anschwimmen, in der Bugwelle das Schiff begleiten und plötzlich unter und wieder auftauchen. Alles umgeben von dem gespenstischen grünlichem Schimmer. Das Meer lebt! Etwas später sind ganze Teppiche eines leichten Schimmerns auszumachen. Fischschwärme, die durch ihre Bewegung das Plankton zum Leuchten bringen? Irgendwann leuchtet das ganze Meer unter uns. In dem leichten Schimmer sind zusätzlich hellere Blitze auszumachen. Wie mit einer Röntgenbrille kann man in das Wasser sehen. Stundenlang könnte ich diesem Naturschauspiel zusehen.

Noch ist die See glatt, aber irgendwann wird sich die Welle aufbauen – dann wird es lustig in der Vorschiff-Koje. Es sind noch 110 sm bis nach Bayona, mit Kreuzschlägen 150 sm.

Die Entscheidung fällt: es macht keinen Sinn, weiter nach Bayona kommen zu wollen. Selbst wenn wir gut durchkommen, würde das anlegen nicht ganz unkritisch – die Einfahrt von Bayona ist nach SW offen, so dass die Ansteuerung bei SW Wind und Welle kritisch werden könnte. Neues Ziel ist La Coruna, ca. 90 sm östlich. Der Wetterbericht gibt uns recht: SW 6-7, später 8, Sturmwarnung.

La Coruna

Um ca. 10:00 machen wir fest in La Coruna. Seit Falmouth sind wir 639 sm vorangekommen, insgesamt haben wir 1345 sm im Kielwasser. Das Anlegerbier wird bei strahlendem Sonnenschein eingenommen und noch bewusster genossen als bei der Ankunft in Falmouth. Plötzlich wirkt alles friedlich und ruhig. Tapas- Tapas Tapas – schreit es in unserem Inneren!

La Coruna

La Coruna

Am Abend wird die Stadt erkundet und in einem kleinem, typisch spanischen Restaurant zu Abend gegessen. La Coruna ist eine im Stadtzentrum hübsche, spanische Stadt. Es gibt unzählige einheimische Restaurants und Bars, macht jedoch keinen touristischen Eindruck.

Resumee

Anfangs war ich mir unsicher, ob ich diesen Törn buchen soll - mit mir bis dato unbekannten Leuten drei Wochen auf engsten Raum leben? Zwei ganze Wochen?

Ich habe mich dafür entschieden und keine Sekunde diese Entscheidung bereut. Die Stimmung an Bord war ausgesprochen gut, der Törn ein Erlebnis wert, das Essen immer im 2Sterne-Bereich – guter Wein – gute Leute – gute Stimmung und zum Schluss sogar gutes Wetter.

So hatten wir ein paar schöne Tage in La Coruna und auch wenn das Wetter uns nicht immer wohlgesonnen war, so hatten wir die meiste Zeit optimale Bedingungen… Seglerisch sind wir voll auf unsere Kosten gekommen.

Die SATURN war ein ausgesprochen gutes Schiff. Eigentlich Luxus . Sie lag perfekt im Ruder, so perfekt, dass man sich gelegentlich - aufgrund des geringen Widerstandes - fragen musste, ob das Ruder überhaupt noch dran ist. Mit Nässe gab es keine Probleme. Seglerisch war es eine Freude, sie zu segeln: bei leichtesten Winden sprang sie an, schweres Wetter nahm sie gelassen .

Auch, wenn ich unterwegs - insbesondere ausgelaugt durch Kälte und Schlafmangel - den Gedanken hatte, mein nächster Törn sollte relaxtes daysailing in Kroatien oder Inselhopping in Griechenland werden, so würde ich - wenn ich die Chance hätte - diesen Törn jederzeit nochmal machen - am Besten sofort.

Es bietet sich in diesem Jahr wieder ab dem 7.7.2009 (Eckernförde – La Coruna 22.7.2009) mitzusegeln und weiter nach Mallorca bis 1.8.2009…. es lohnt sich . am besten sofort anrufen+49 172 9327966 oder matmesh@gmx.de

Auf bald eure Dörte

Ostsee segeln auf Hochsee-Katamaran als Physio-Therapie ?

Ein Erfahrungsbericht

Jetzt denkt doch jeder sofort:“ schon wieder so ein Oberschlaukopf , der die schönste Sportart der Welt ` hochsensibel` und intellektuell analysieren und mit bestimmten Inhalten befrachten möchte – anstatt Katamaransegeln einfach nur zu genießen !“Unstrittig sind jedoch einige Formen gesellschaftlich anerkannter Segeltherapien:

Ostsee Segeln

Ostsee Segeln

Man spricht von Erlebnispädagogik oder von Erlebnistherapie , wenn man versucht , auf längeren Segelreisen , jungen Menschen in psychosozialen Notlagen zu helfen. Die etwas kürzeren Segelreisen heißen Incentives. Auf solchen wird versucht, z.B. Bänkern oder aus dem Ruder gelaufene Hedgefonds-Managern wieder `soziale Kompetenz `als Grundlage betrieblicher Effektivität und gesellschaftlichen Konsenses zu vermitteln.

Jeder Segler kennt den unübertroffenen Wohlfühleffekt beim Segeln ! Die Entspannung nach einem abwechslungsreichen Tag mit Manöver-Training – abends nach dem „Anleger“ im Hafen - ist auch beliebt. Aber deshalb gleich von Therapie zu sprechen kam mir bislang nicht in den Sinne. Doch als Skipper des Charter Katamarans SATURN bemerkte ich zunehmend in den letzten Jahren, dass Crewmitglieder, denen ihre chronischen Rückenschmerzen beim Verstauen des Proviants am ersten Tag noch anzumerken waren, nach zwei bis drei Tagen auf See nicht mehr davon sprachen. Als geschulter Beobachter erkenne ich die Leiden der anderen sofort.

Denn ich bin Teil der zwei Drittel westeuropäischer Bevölkerung , die jahrelang unter chronischen Rückenbeschwerden leiden. Heute bin ich schmerzfrei – zumindest überwiegend - und zähle zu meiner Überraschung 48 Lenze.Als es vor ca. 25 Jahren mit dem Rücken begann, hat mich das völlig aus der Bahn geworfen. Ich war sportlich, lebte einigermaßen gesund, agil, engagiert mit einer überwiegend positiven Lebenseinstellung. Und trotzdem suchte ich Ärzte und Chiropraktiker auf .Unzählige Röntgenbilder mit unterschiedlichen Diagnosen ! Über zehn Jahre wurden die Schmerzen immer schlimmer und man wollte operieren! Schon sah ich mich als Krüppel den Rest meines Lebens dahinvegetieren!

So nicht! Mein Leben muss sich ändern .Ein letzter Besuch beim Chiropraktiker – leider kannte ich damals noch keinen Osteopathen.

Der gestandene, berufserfahrene Knochenbrecher verpasste mir jede Menge Spritzen mit Bienengift , um mich etwas bewegungsfähig zu bekommen. Dann gab er mir einen letzten Rat: ” ab in die Sonne und jeden Tag zwei Minuten an den Füßen aufhängen!” Noch am gleichen Tag fuhr ich , schmerzverkrampft hinter dem Steuer nach Südfrankreich zum Segeln.

Dank starker Tabletten gelang es mir in den ersten Tagen auf der 14m Alubat wenigstens in der Koje einigermaßen zu überleben. Doch die Krängung des Monos und die kurzen Wellen im Mistral machten mir sehr zu schaffen. Jeden Abend suchte ich mir in der

Umgebung einen Kinderspielplatz mit Reckstange : zum Aufhängen an den Füßen. Schon kurios die Reaktion der Franzosen am Abend : „Mon Dieu! Vit, vite une ambulance !“ Und so wäre ich fast wieder auf dem Operationstisch gelandet.

Im Hafen von Porquerolle – mal wieder“ upside down“an einer Teppichstange – stand milde lächelnd Jean-Luc vor mir: „ Ca va ? Des grandes douleurs?“ Sofort war mir klar :hier steht ein “Wissender` `oder ein “Leidender“ .Bei `Moules grantinees` und `Pic poule de Pinet` - übrigens der beste Weißwein zu Meeresfrüchten - berichtete ich von verschobenen Gelenken und Wirbeln. Kurzum Jean-Luc war Osteopath, amüsierte sich königlich über meine hauseigene Kopfüber - Heilmethode, und besaß einen Katamaran Outremer ( aus Grande Motte/Montepellier). Das war für mich wie ein 6er im Lotto: von Osteopathen hatte ich bisher nicht viel gehört und tolle Katamarane kannte ich nur aus Prospekten. Jetzt sollte ich beides auf einmal kennen lernen .Gleich am nächsten Morgen ging es vom` Mono` auf den` Multi` und mit doppeltem Segeltempo Richtung Cannes und Nizza. Durchs aufrechte Segeln fiel für mich zunächst die Angst weg, bei starker Krängung auszurutschen und Wirbel zu verdrehen. Dann erhielt ich einen Crash-Kurs in Grundlagen der Osteopathie.

Osteopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte im menschlichen Körper. Exakt das, was mir mein Arzt aus Hamburg mit auf den Weg gab .“ Wenn du nicht unters Messer willst, fange an, dich selbst aktiv zu heilen!“ Die Osteopathie wirkt hauptsächlich auf die Zirkulation der Körperflüssigkeiten . Blut und Lymphflüssigkeit transportieren die Nährstoffe bis in die kleinste Zelle. Da sich Blutgefäße und Lymphbahnen sozusagen im Bindegewebe befinden, können sie bei Bewegungsstörungen leicht eingeklemmt werden.

Sehr verkürzt, aber es leuchtete mir ein . Abends bekam ich meine erste Cranio-Sacral-Behandlung mitten im alten Stadthafen von Cannes vor den Augen der Flaneure auf dem

Quai St-Pierre. Mit seinem salomonischen Lächeln erklärte Jean-Luc seine Anwendung dem neugierigen Publikum und verteilte seine Visitenkarten – auch eine Art der Werbung.

Was soll ich sagen? Alles zusammen half: die osteopathische Therapie, mein upside-down hanging, die wunderbare Wärme des Mittelmeeres, das herrliche Essen und die tollen Leute.

Das alles veranlasste mich dazubleiben, und ich blieb außerordentlich abenteuerliche 18 Jahre im Languedoc.
Seit einem Jahr wieder in Eckernförde, bin ich selbst stolzer Besitzer und Skipper eines fantastischen Charterkatamarans und kenne auch noch einen äußerst fähigen und segelnden Osteopathen in Kiel.

Warum nicht aus den Erfahrungen lernen und Heilung auf dem Katamaran für jedermann zugänglich zu machen?

Wir bieten Katamaransegel - Wochen-Törns ab sofort auf der Ostsee und ab September auch im Mittelmeer mit begleitender Behandlung für Rückenleidende an. Durch die schonende Bewegung des Katamarans in der Welle wird die innere Mikro-Muskulatur des gesamten Organismus aktiviert. Dann erfolgt eine zielgerichtete osteopathische Behandlung.

Das alles garniert mit mediterraner Küche und viel guter Laune unter netten Leuten. Wer soll da nicht gesund werden?

Also ihr stillen “zwei Drittel- Leidenden” : Meldet euch unter: 0049 1729327966

oder: matmesh@gmx.de allgemeine Info: www.matsail.com

ich freue mich auf euch : euer MAT

Mitsegeln von Eckernförde-Kopenhagen One-Way-Törn vom 7.-14.6.2008

Segeltour nach Kopenhagen

Segeltour nach Kopenhagen

Dänemark mit seinen 406 Inseln ist nicht Gähnemark zumindest nicht in der Segelsaison!

Eine Urlaubsidylle aus weiten Stränden und unendlicher Natur, mit netten Menschen, Hot -Dogs rot-weiß-gelb und Zwiebeln und jeder Menge Meer. Das ideale Ziel für einen Gourmet-Katamaran-Mitsegel-Urlaub also: Bocuse trifft Pölser.

Wir starten unseren Törn von Eckernförde aus, wo wir unseren anstehenden Segeltörn in einer netten kleinen Hafenkneipe einläuten können. Wenn auch mit Flensburger Pils statt mit Faxe. Der Wind bläst mit 4-5 Bft aus nördlichen Richtungen. Also nehmen wir Kurs auf Fehmarn – die Brücke kommt um 12.00 Uhr in Sicht und sieht im Näherkommen beängstigend niedrig aus… scheint immer niedriger zu werden!! Lichte Durchfahrt laut Pegel sind 22m, aber unser Charter – Katamaran eine Leopard 45 – hat schon 21.80 Höhe über dem Wasser. Mat unser Skipper lässt uns natürlich zögern und zaudern , lässt alle Ausguck gehen und stellt zudem noch unsere Anfängerin Silke aus Großenbrode ans Ruder. Um die Spannung noch zu erhöhen winschen wir Norbert aus Dinslaken – und er hatte sich gestern abend nach dem 5. Bier süffisant selbst angeboten - mit dem Bootsmannstuhl und dem Spinnackerfall in die Mastspitze. Er ertrug es äußerlich wie ein gestandener Seemann , aber jeder konnte seine Anspannung und Angst fühlen. Mit etwas belegter Stimmen dirigierte er unsere SATURN in die Fahrwasser –Mitte direkt unter die Markierung. In 200m Entfernung dann die erlösende Parole von oben: `Das passt wohl –Ihr könnt mich wieder runterlassen!` Schließlich war die Brücke passiert wir holten die Segel wieder dicht und rauschten mit 13 kn Rostock entgegen. Am ersten Steg im Hafen“ Hohe Düne“ `machten wir fest , klar Schiff -und nichts wie ab an die alte Warnow mit den vielen kleinen gemütlichen Bistros und dem frisch zubereiteten Fisch.

Meerjungfrau Kopenhagen

Meerjungfrau Kopenhagen

22 Seemeilen offene Ostsee liegen am nächsten morgen vor uns, ein langer Schlag über die Mecklenburger Bucht. Am Horizont kriechen Fähren und Frachter entlang. Der Wind pustet uns mit 5 Bft direkt ins Gesicht. Aber unser Charter Katamaran hält sich wacker. Hoch am Wind schiebt er sich durch die aufgewühlte See, durchstampft eine Welle nach der anderen. Eine echte Probe für unsere vier Binnenskipper an Bord, deren maritime Erfahrung sich auf die Überquerung eines Baggersees mit der Luftmatratze beschränkt.
Oder doch nicht? Norbert übernimmt direkt hinter der Hafenmole von Warnemünde mit Bravour das Ruder. Sabrina führt uns vor, dass der eigentliche Kapitän an Bord der Koch ist. - in der Pantry kann die Bayerin was. Selbst bei den bockigen Bedingungen entwickelt sie im Salon ihre volle Leidenschaft. Wir segeln ja im Kat aufrecht, was sich als wunderbarer Vorteil erweist an erster Stelle fürs Küchenpersonal.. Mit 9 Knoten pflügt die SATURN durch das Wasser. Die Sonne wirft ab und zu ein paar Strahlen durch große, dichte Wolkenfelder. Und ich hoffe, dass sich die Statistik in den kommenden zwei Wochen erfüllt. Die besagt nämlich, dass das Wetter im Juni auch im südlichen Skandinavien einigermaßen zuverlässig ist. Und wir so etwas wie Sommerluft schnuppern können. Das ist doch nicht zuviel verlangt, oder? Nach dem Ritt über die Mecklenburger Bucht empfängt uns zuerst der wuchtige, viereckige Leuchtturm Gedser Fyr, dann der Fähr- und Fischereihafen und eine Seemeile später der Yachthafen von Gedser. Solide und sauber, aber ohne Charme. - alle Wege führen über Gedser. Schon seit rund hundert Jahren ist dieser Ort ein wichtiges Glied der Verkehrsverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark .Der nächste Morgen begräbt alle meine Illusionen von Sommer und Sonnenschein unter einer dichten Decke aus dunkelgrauen Wolken. Auf der Kimm liegt Nebel, über dem Nebel stapeln sich die Wolken bis hoch in den Himmel. Und zu allem Überfluß reden die Süddeutschen beim Frühstück nur über eines: dass bei ihnen zu Hause das Wetter im Sommer meist so ist, wie es sich gehört – nämlich mit ausgiebig Sonne.
Von Gedser aus schlängelt sich unser Charter Katamaran an Falsters Westküste immer gen Norden. Nach einer Stunde zwängt uns die Ostküste Lollands in das enge Fahrwasser des Guldborgsunds. Unser“ Münchener im Himmel“ Franz frönt seiner neuen Leidenschaft und probiert leckere Mixturen für Longdrinks aus. Und unsere Silke beschränkt sich auf das Kartenlesen. Als zeitgleich mit Sabrinas Smörebröds die Sonne durchbricht, ist die Welt wieder in Ordnung .
Nicht aber für die SY Robby, eine kleine blaue Yacht Marke Eigenbau, die hinter uns an der Außenmole des Hafens von Nykøbing festmacht. Ihre Mannschaft hatte offensichtlich einen schlechteren Tag. Sie waren im südlichen Guldborgsund vom richtigen Weg abgekommen und aufgelaufen. Womit wir zum ersten Kapitel über die Tücken dänischer Gewässer kommen. Wie im Guldborgsund sind die Fahrwasser häufig eng. Jenseits der Tonnen sinkt der Wasserspiegel bald auf eine für Yachten ungesunde Tiefe.

Richtung Kopenhagen Insel Nyord

Richtung Kopenhagen Insel Nyord

Nykøbing, die Hauptstadt von Falster, ist zwar nicht besonders romantisch, aber doch typisch dänisch. Vor den Silo- und Industrieanlagen, die hinter dem Hafen in die Höhe ragen, versteckt sich ein kleiner, alter Stadtkern, der einen Besuch wert ist. Aber der Weg nach Kopenhagen ist noch weit, und der Ort nicht idyllisch genug für unseren Geschmack. Also werfen wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück die Leinen wieder los. “Robby” auch. “Warum liegen die denn da so komisch?” fragt der achtjährige Jonas fachmännisch unseren Kapitän. Gute Frage. Denn “Robby” hat schon wieder ein Problem. Sie liegt regungslos querab des Fahrwassers. Oder besser gesagt: Sie sitzt fest. Diesmal kam zu den bereits erwähnten Tücken noch ein wenig Strom (zwei Knoten), und schwupps, saßen sie wieder auf Grund. Schnell holten wir sie wieder aus dem Dreck mit 2x 56 PS - Für unseren erfahren Skipper MAT kein Problem. Dann in Guldborg, endlich Dänemark, denke ich. Ein romantisches kleines Fischerdorf mit nur hundert Einwohnern. Dazu ein erstklassiger Sonnenuntergang, der den Himmel mit glutroter Farbe bemalt. Und Cock au Vin à la Smutje Sabrina. Pünktlich um 22.20 Uhr lerne ich die zweite Lektion zum Thema Segeln in Dänemark: Pfeifen Sie auf die Statistik, bei unserem nördlichen Nachbarn ist das Wetter ebenso unberechenbar wie bei uns. Oder wie NDR 4 es formuliert: “5 bis 6 Bft. aus Nordwest, Schauerböen.”
Aber am nächsten Morgen wieder Sonne -Wind NW. Wir umrunden Falster weiter Richtung Osten. Der Wind treibt unser Schiff mit Groß und Genua in Windeseile vorwärts. Das Smålandsfahrwasser würgt nervös eine Welle nach der anderen hervor und lässt unseren Charter Katamaran tanzen. Im Sekundentakt spritzt die Gischt über unseren Bug , doch wir hocken mit einem Planters Punch gut geschützt im Cockpit. Bis sich Wind und Wellen in der Landabdeckung von Seeland allmählich beruhigen.
NYORD -Ein Eiland, flach wie Ostfriesland. Mit einer Ausnahme, dem 15 Meter hohen Hügel über dem Hafen, auf dem das Dörflein mit seiner kleinen Kirche steht. Auch wenn es ziemlich abgegriffen klingt, Fischerorte seien romantisch und idyllisch: Nyord ist es. Mit seinen strohgedeckten Häusern, die sich zwischen den Bäumen verstecken, und mit den eifrigen Fischern, die an ihren Netzen herumfingern.
Von unserem Ziel in Kopenhagen trennen uns gerade noch 50 Seemeilen. Erst die Überquerung der Fakse-Bucht, dann noch eine Übernachtung in Rødvig. Und die letzte Etappe bis zu Dänemarks Hauptstadt. Ich muss es wahrscheinlich nicht erwähnen: Aber wie auf der gesamten bisherigen Reise mischt Petrus weiterhin die Wetterkarten. Er schickt uns Sonne, Wind und ein paar Schauerböen. Der Nächste Hafen ist wie eine Lektion in“ gode gammle Dansk“ Neben Sabrinas Essen natürlich.

Rodvig Hafen

Rodvig Hafen

Rødvig gehört zu den beliebtesten Häfen des Landes. Rund 130 Liegeplätze, eingebettet zwischen schroffen Klippen und prachtvollen Wäldern. Dahinter ein kleines Dorf, in dem man nicht nur gut essen, sondern auch noch frischen Fisch kaufen kann, für die letzte Etappe bis zu unserem Ziel. Rund 30 Seemeilen vor uns liegt die dänische Metropole Kopenhagen.

Dass sich eine große Stadt in der Nähe befindet, merkt man schon weit vor Kopenhagen. Spätestens wenn einem im Außenhafen die rasenden Tragflügelboote in die Quere kommen und zu erhöhter Aufmerksamkeit mahnen. Im übrigen ist der Welthafen zwar groß, aber nicht angsteinflößend. Man sollte sich nur frühzeitig überlegen, wo man liegen will. Aber das wussten wir ja schon lange. Die Entscheidung war gefallen, als wir noch bei Rostocker Pilsener in Warnemünde saßen.
Natürlich zieht es uns nach Nyhaven an der Havnegade direkt vor dem alten Zollamt – übrigens ein hervorragendes Restaurant .

Tivoli Kopenhagen

Tivoli Kopenhagen

Flugs ist das Dinghi mit den Davids weggefiert, Sabrina will unbedingt fahren. Wir wollen so schnell wie möglich nach Christiania , der letzten noch bestehenden Republik mit 68ger Idealen in seinen Statuten. Hatten wir nicht alle mal den Traum von Anarchie und Unabhängigkeit? Eine alternative Freistadt mit jeder Menge Mythen und “Tüten”. Und der dazugehörige Hafen Christianshavn ist zweifelsfrei der schönste Ort in Kopenhagen. Jetzt bleiben uns noch 2Tage zur Erkundung dieser wunderbaren, hervorragend restaurierten Weltmetropole mit ihrem überbordenden Kulinarischen und Kulturellen Angebot. Teilweise nehmen wir die praktischen Leihräder (einfach 20 Kronen einwerfen und losfahren und dort stehen lassen, wo es gerade passt) oder die Fahrradrikschas mit den kommentierenden verwegen aussehenden Drivern, die immer „on top of the hit“ Vorschläge für sight-seeing und night-life machen können. Beim Abschied versprachen wir uns alle, demnächst wieder eine Segelreise mit diesem vortrefflichen Charter-Katamaran zu machen. Mit dem Zug werden wir in viereinhalb Stunden wieder in Kiel sein! Unglaublich, dass wir auf dem Wasser fünf Tage benötigten. Dieser Segelurlaub hatte wirklich alle Aspekte eines gelungenen Abenteuers und es fällt schwer , die Menschen, die einem zu Freunden geworden sind zu verlassen.

Die nächsten Kopenhagentörns - mit Nachtsegeln diesmal- werden vom 17.4. – 25.4.2009 und vom 9.5. -16.5.2009 starten. Wenn ihr Lust habt treffen wir uns wieder mit Bocuse-Rezepturen im Gepäck. Tschüß eure Tanja.

Mit dem Charter Katamaran zur Gourmet Tour auf die Balearen

Erlebnisbericht einer Mitseglerin von unserer Gourmet Tour zu den Balearen Inseln:

Gourmet Event auf balearen tour

Gourmet Event auf Balearen Tour mit dem Charter Katamaran

Endlich auf spanischem Boden, endlich auf Ibiza, eines der Traum Eilände der Balearen jeder schlechtwetter-vergrätzten Teutonin aus Allemania. Gibraltar liegt schon sooo lange` achteraus` – wie die Seefrau zu sagen pflegt. Dort am Flughafen traf ich vor 3 Tagen zum ersten Mal meine neuen Segelkameraden/innen: Elke aus Duisburg , Heike aus Lübeck, Frenzzi aus Oldenburg und Heinz aus Ulm . Erkennungszeichen war die“ multihull–sail-cap, die uns der Skipper unseres Charter Katamarans vorab gesandt hatte. Natürlich war MAT, unser Skipper persönlich in der Empfangshalle am Flughafen erschienen und reichte uns erst einmal eine kühle Sangria magna zum Ankommen. Der Charter Katamaran lag keine 10 Minuten von der Landebahn entfernt – zum Ankommen klasse! – Nachts aber etwas laut!
Unsere Crew erlebe ich wie damals vor 15 Jahren meine alte Schulclique aus Hannover .Ich bin übrigens Britta und liebe fast Catamarans and slow food, so wie es im Internet angekündigt war und wie diese Gourmet Tour auf die Balearen mit dem Charter Katamaran auch wurde, um es vorweg zu nehmen

Über Almeria, Cartagena und Alicante segelten wir mit 10-15 kn (das sind ca 18-25km/h) und Wind von achtern — fast immer den Parasailor oben – nach Eivissa/Ibiza. Zweimal am Tag gab es warmes Essen, allerdings ist die Bezeichnung Essen viel zu wenig für die exquisiten Speisen, die jedem Gourmet Tempel zur Ehre gereicht hätten: Heike konnte ein phantastisches Boeuf Stroganoff und Heinz ein exquisites Cock au vin zubereiten und die Paella unseres Skipper des Charter Katamarans war ein einzigartiges Gedicht.

Paella auf Charter Katamaran

Paella auf Charter Katamaran

Das Kochen an Bord ist übrigens ein reines Vergnügen .Selbst bei einer Welle von vielleicht 1-2m verrutscht kein Topf oder verschüttet etwas. Alles bleibt im Lot. Nach dem obligatorischen “Anleger“ - eine Cocktail-Spezialität aus der bootseigenen Sammlung der Saturn- flanierten wir abends in die Hafen - Bodegas, schlemmten uns durch das immense Tapas - Angebot mit den unterschiedlichsten Weinen

Ab Morgen dann entdecken wir die ehemalige Hippie-Insel Ibiza, die drittgrößte Insel der Balearen. Verschwiegene Buchten und klarstes Meerwasser sind ein Traum für jeden Wassersportler und wir werden um die Wette schorcheln und tauchen bei 21° C Wassertemperatur und 24° C Luft. Die Balearen-Insel versprüht Karibikflair und lädt ein zu ausgedehnten Wanderungen, aber ebenso auch zum Radfahren und Reiten an türkisblauem Wasser. Natürlich ankern wir in geschützten Buchten; in der Nachsaison sind wir die einzigen hier und flitzen dann mit dem Dinghi (Beiboot) – immerhin 15PS – zum Einkaufen und auf Erkundungstouren. In 3 Tages-Etappen, begleitet von Gourmet Menüs und Feinschmecker Speisen, die uns zum Träumen und manche Hose zum Zwicken brachte bringt uns der schnelle Charter-Katamaran dann nach Mallorca, eine Insel voller Überraschungen und idealer Ankerplatz für Urlaubsträume.

Chillen auf den Balearen

Chillen auf den Balearen

Dieser Törn führt uns von Palma de Mallorca entlang der Küste über Yachtmarinas und Ankerbuchten nach Menorca. Die östlichste Balearen-Insel bietet kleine, malerisch weißleuchtende Dörfer, idyllische Fischerhäfen, schroffe Steilküsten und versteckte traumhafte Strandbuchten mit feinem Sand und klarem, türkisfarbenen Wasser. Der schöne Naturhafen Mahon empfängt uns mit schützender Gelassenheit und bietet die Möglichkeit zu einem schönen Aufenthalt oder für diejenigen, die, mehr sehen wollen ,für eine Motorroller-Erkundungstour mit Schwimmeinlage über die Insel! Genießen die beste Fischgerichte der Balearen und verlassen frisch gestärkt Menorca zurrück nach Palma de Mallorca, um dann in einer Woche den Flieger nach Teutonen-Land zu besteigen. Daran mag ich gar nicht denken! Und jedes Mal, wenn das Gespräch darauf kommt, vertröstet uns Skipper Mat mit der tollen Aussicht, doch gleich im Frühjahr 2009 mit ihm und seinem Charter Katamaran die nächste Gourmet-Tour von Eckernförde nach Kopenhagen zu segeln. Dort kennt er sich auf kulinarischem Terrain nämlich auch bestens aus.

Versonnen schlürfe ich an meinem Mojito und freue mich auf die kommende Woche mit tollen Freunden im schönsten Urlaubsland der Welt. Bis bald auf der SATURN.
Haben wir Ihr Interesse für eine Gourmet Tour auf der Charter Katamaran SATURN geweckt, dann freuen wir uns über Ihre Anfrage per email oder per Tel unter 0172/9327966

Gourmet Mitsegel Event auf Charter-Katamaran

einem Gourmet Mitsegeln nicht nur Ihre Freunde, Bekannte oder Kollegen in einer einzigartigen Location besser kennen, sie genießen auch noch auch noch beim Mitsegeln ein besonders Gourmet Event.
Neben dem Mitsegeln und den damit verbundenen gemeinsamen Anpacken und Erleben des besonderen Flairs kommen Sie in den Genuss einzigartiger Gaumenfreuden, die wir natürlich auf Ihre kulinarischen Wünsche entsprechend ausgerichtet haben.
Da wir sprichwörtlich alle in einem Bot sitzen, auch wenn es sich hierbei um einen topmodernen Charter Katamaran handelt, schweißt doch das gemeinsame Erleben eines faszinierenden Segeltour zusammen und schafft häufig zwischen den Mitreisenden eine völlig neue und wesentlich entspanntere Art der Kommunikation.
Wenn wir jetzt auch bei Ihnen das Interesse an einem Gourmet Mitsegel Event auf meinem Charter Katamaran geweckt, haben zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot

Charter Katamaran als Event Plattform

Nutzen Sie meinen Charter Katamaran als besonderen Veranstaltungsort. In den vergangenen Jahren haben wir einige besondere Events für Anlässe aller Art organisiert. Sei es als alternativer Besprechungsort, für kleine Hochzeitsgesellschaften inkl. Kalt/warmen Büffet oder für einen Tagesausklang im Sonnenuntergang mit Champagner Empfang. Die Möglichkeiten meinen Charter Katamaran als Event Plattform zu nutzen sind ebenso vielfältig wie Ihre besonderen Anlässe.
Kieler Woche Impressionen
Das alljährlich besondere Highlight ist sicherlich die Kieler Woche, bei denen die Saturn natürlich nicht fehlen darf. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Touren bei der größten Segelveranstaltung der Welt mitgesegelt und freuen uns bereits heute auf die diesjährige Kieler Woche.
Beachten Sie bitte, dass mein Charter Katamaran zu dieser Zeit nur auf Anfrage als Event Plattform zur Verfügung steht, da wir bereits zahlreiche Anfrage haben. Über das Kontaktformular können Sie mich schnell und einfach erreichen.
Regatta während der Kieler Woche


Ältere Einträge »